Kinder-Shiatsu

„Kinder sind Erwachsene im Kind-Stadium“, sagte mein Shiatsu-Lehrer Tomas Nelissen. So wollen sie auch behandelt werden, mit Respekt und Akzeptanz, damit sie das Gefühl haben, auf der Welt erwünscht zu sein. Kinder brauchen einerseits viel Geborgenheit und Sicherheit, andererseits Freiheit, um sich entfalten zu können. Im Kleinkindesalter stehen erstere im Vordergrund: Wärme und viel Berührung ermöglichen es dem Kind, sein Ich, seine Individualität zu finden. Es erfährt, wo die Grenzen zwischen seinem Körper und der Umwelt sind. Gehalten werden ist sehr wichtig, um Urvertrauen in das Leben zu entwickeln (Element Wasser). Das Kind braucht Anleitung und klare Grenzen, um sich im Leben orientieren zu können. Später steht die Freiheit im Vordergrund: Um sein Potential entfalten zu können, muss dem Kind auch die Möglichkeit geboten werden, frei zu experimentieren und sein Talent zu erforschen (Entwicklung - Element Holz). Stutzt man dem jungen Adler die Flügel, kann er nie fliegen lernen.

Fehlen diese wesentlichen Faktoren in der Kindheit, kann sich das in unterschiedlichen Zuständen äußern. Dazu gehören:

• Verhaltensauffälligkeiten
• Psychosomatische Störungen
• Konzentrationsschwierigkeiten
• Lernprobleme
• Nervosität
• Entwicklungsstörungen
• Wachstumsstörungen
• Essstörungen …

In all diesen Fällen kann mit Shiatsu unterstützend behandelt werden, damit das Kind wieder auf seinen Weg findet. In vielen Fällen ist es hilfreich, wenn auch die Bezugsperson mit Shiatsu behandelt wird, da sehr oft der Zustand der Kinder ein Spiegelbild der Erwachsenen in seiner nächsten Umgebung ist, und daher durch eine parallele Behandlung ein besseres und dauerhafteres Ergebnis erzielt werden kann.