Geschichte und Entwicklung

Shiatsu ist eine Form ganzheitlicher Körperarbeit basierend auf den Jahrtausende alten Traditionen fernöstlicher Volksmedizin.

Die Bezeichnung „Shiatsu“ ist relativ jung und geht zurück auf Meister Namikoshi, der den Begriff in den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts prägte und auch als Begründer der heutigen Formen des Shiatsu gilt. Das Wort stammt aus dem Japanischen und bedeutet wörtlich übersetzt „Fingerdruck“.

Überall auf der Welt existieren seit alters her die unterschiedlichsten Methoden und Techniken, mit denen Schmerzen durch Berührung gelindert werden sollen. In Asien fand man durch Beobachtung über sehr lange Zeiträume heraus, dass diese Berührung nicht unbedingt an der schmerzenden Stelle selbst erfolgen muss, sondern dass bestimmte Körperregionen und Organe einen Zusammenhang aufweisen und man also auch re- flektorisch behandeln kann. In China nennt man die Energielinien, die Körperteile und Organe verbinden, „Jing Luo“, was übersetzt so viel wie „Kette und Schuss“ heißt und sehr bildhaft ausdrückt, dass die körperlichen Strukturen zusammenhängen wie die Längs- und Querfäden in einem Gewebe. Tatsächlich zeigen die chinesischen Energielinien, die bei uns „Meridiane“ genannt werden und die die Basis im Shiatsu bilden, oft einen Verlauf, der sehr eng verknüpft ist mit anatomischen Gewebsstrukturen, wie Muskelketten bzw Blut- und Nervenbahnen. In der Chinesischen Medizin sagt man: “Das Qi (= Lebensenergie) folgt dem Blut.“

Diese Kenntnisse aus der fernöstlichen Volksmedizin sowie traditionelle manuelle Behand- lungstechniken Japans verbunden mit Erkenntnissen auch aus der westlichen Medizin und Physiotherapie bilden die Grundlage dessen, was wir heute als Shiatsu kennen.